Brunnenneu- und Rückbau

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Brunnenneu - und Rückbau

Werden Brunnen oder Grundwassermessstellen nicht mehr weiter genutzt, sind sie so zu verfüllen und/oder rückzubauen, dass von ihnen keine weitere Versickerung (Drainage) in die unteren Grundwasserleiter erfolgen kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Oberflächenwasser oder Wasser aus höheren Grundwasserleitern handelt.

 

Vorab ist zu überprüfen, ob die laut Bestandsplan eingebauten stockwerkstrennenden Abdichtungen in ihrer Qualität dem heutigen Stand der Brunnenbautechnik entsprechen.

Dies kann z.B. durch eine geophysikalische Bohrlochvermessungerfolgen.

Im Normalfall reicht eine einfache Verfüllung des Brunneninnenraumes mit Quarzfilterkies im Filterbereich, Quellton oder Dämmerzement im Abdichtbereich und sauberes Verfüllmaterial bis ca. 2,0m unter GOKaus. Den Abschlussbildet in der Regel eine Abschlussstopfen mit Betonplatte aus Beton. Die Baugrube kann dann mit Boden wieder angefüllt werden.

 

Ist die Qualität der Abdichtung nicht ausreichend, muss der aufzugebende Brunnen durch Überbohren so zurückgebaut werden, dass der Einbau einer dauerhaften Abdichtung aus Ton oder Dämmer möglich ist. Die restlichen Filter- und Vollrohrstrecken können dann mit Quarzfilterkies oder Ton verfüllt werden.

 

Flache Brunnen oder Messstellen, die mit PVC-, Holz- oder Steinzeugmaterial ausgebaut sind, eignen sich besonders gut für das Überbohren im Trockenbohrverfahren. Hierbei werden mittels schwerer Greifer, im Zuge mitgeführter Bohrrohre, die kompletten Brunnenbaumaterialien einschl. des Filterkieses herausgerissenoder herausgebohrt. Im Anschluss daran wird das Bohrloch entweder mit Quellton oder einer Dämmersuspension verfüllt.